Satzung
 Angler-Sportverein Sprockhövel 1965 e.V.


§ 1  Name, Sitz, Geschäftsjahr, Gerichtsstand

Der Verein führt den Namen Angler-Sportverein Sprockhövel 1965 e.V.
Er ist  eingetragener Verein unter der Vereinsregisternummer 288 beim Amtsgericht Hattingen. Der Verein ist Mitglied im Landesverband Westfälischer Angelfischer e.V. und im Deutschen Angelfischerverband e.V.
Der Verein verhält sich in Fragen der Parteipolitik, der Religion und der Volkszugehörigkeit strikt neutral.

Das Geschäftsjahr ist das Kalenderjahr.

Der Gerichtsstand ist Hattingen.

§ 2  Aufgabe und Zweck des Vereins

Der ASV-Sprockhövel. e.V. ist eine Vereinigung von Natur- und Umweltschützern, die sich das Ziel gesetzt haben, die waidgerechte Angelfischerei im Einklang mit dem Biotop- und Artenschutz zu fördern. Lebensräume der Tiere und Pflanzen, insbesondere an und in den Vereinsgewässern, sollen erhalten, geschützt oder wiederhergestellt werden. Der ASV-Sprockhövel. e.V. schafft, erhält und verbessert die Voraussetzungen für die Ausübung der waidgerechten Angelfischerei und des Castingsports.

Diese Aufgaben und Ziele des ASV-Sprockhövel. e.V. sollen erreicht werden durch

  • Hege und Pflege des Fischbestandes in den Vereinsgewässern
  • Unterstützung von Maßnahmen zur Erhaltung natürlicher Landschaften, Feuchtgebiete und Wasserläufe
  • Abwehr und Bekämpfung schädlicher Einflüsse und Einwirkung auf den Fischbestand und das Gewässer
  • Zusammenarbeit mit allen öffentlichen und privaten Einrichtungen, die den vorbezeichneten Zwecken dienlich sein können
  • Beratung und Schulung der Mitglieder in Fragen der Angelfischerei, des Natur- und Tierschutzes, durch geeignete Schulungsmaßnahmen.
  • Pacht, Erwerb und Erhaltung von Fischgewässern, Booten und den dazugehörigen Anlagen, Unterkunftshäusern und sonstigen Einrichtungen.
  • Förderung der Vereinsjugend und des Castingsports.
§ 3  Gemeinnützigkeit

Der Verein verfolgt ausschließlich und unmittelbar gemeinnützige Zwecke im Sinne der einschlägigen, steuerrechtlichen Vorschriften. Der Verein ist selbstlos tätig; er verfolgt nicht in erster Linie eigenwirtschaftliche Zwecke. Mittel des Vereins dürfen nur für satzungsmäßige Zwecke verwendet werden. Die Mitglieder erhalten keine Zuwendungen aus Mitteln des Vereins. Es darf keine Person durch Ausgaben, die dem Zweck des Vereins fremd sind oder durch unverhältnismäßig hohe Vergütung begünstigt werden.

§ 4  Aufnahme von Mitgliedern

Mitglied kann jeder werden, der die Ziele des Vereins unterstützt und sich zur Einhaltung der Vereinssatzung verpflichtet. Mitglieder vor Vollendung des 18. Lebensjahres gehören der Jugendgruppe an. Sie bedürfen der Zustimmung des gesetzlichen Vertreters und haben kein Stimmrecht in der Mitgliederversammlung. Die Jugendgruppe verwaltet sich entsprechend der Jugendordnung selbst.
Förderndes Mitglied des Vereins kann jede volljährige Person werden, die Aufnahme begehrt aus Gründen der Naturverbundenheit oder wegen freundschaftlicher oder verwandtschaftlicher Beziehung zu Mitgliedern, ohne selbst die Angelfischerei ausüben zu wollen. Fördernde Mitglieder haben kein Stimmrecht in der Mitgliederversammlung.
Die Aufnahme eines Mitgliedes erfolgt auf schriftlichen Antrag durch Beschluss des Vorstandes. Der Beschluss wird dem Antragsteller schriftlich übermittelt; dies gilt auch für die Ablehnung des Aufnahmeantrages. Die Ablehnung durch den Vorstand muss nicht begründet werden. Über die endgültige Aufnahme entscheidet nach einer einjährigen Bewährungszeit die Mitgliederversammlung mit einfacher Mehrheit.

§ 5  Ehrungen

Mitglieder, die sich besonders um den Verein verdient gemacht haben, können von der Hauptversammlung zu Ehrenmitgliedern des Vereins ernannt werden.

§ 6  Ende der Mitgliedschaft

Die Mitgliedschaft endet durch:

  1. Tod des Mitgliedes
  2. freiwilligen Austritt
    Dieser kann nur durch schriftliche Erklärung des Mitgliedes gegenüber dem Vorstand, unter Einhaltung einer vierteljährlichen Kündigungsfrist zum Jahresende, erfolgen.
  1. Ausschluss:
    Dieser kann erfolgen, wenn ein Mitglied
    a.  grob gegen die Satzung verstoßen hat,
    b.  das Ansehen und die Interessen des Vereins schwer geschädigt hat,
    c.  wegen eines Vergehens im Zusammenhang mit der Ausübung der Fischerei rechtskräftig verurteilt wurde,
    d.  gegen fischereirechtliche Bestimmungen des Vereins wiederholt verstoßen hat,
    e.  innerhalb des Vereins wiederholt bzw. erheblich Anlass zu Streit oder Unfrieden gegeben hat,
    f.  ohne hinreichende Begründung, trotz Mahnung, mit seinen Beiträgen oder
    g.  sonstigen Verpflichtungen, über den vom Vorstand festgelegten Zahlungstermin hinaus im Rückstand ist,
    h.  eine verhängte Geldbuße nicht oder nicht fristgerecht zahlt.

Über den Ausschluss entscheidet der Vorstand mit einfacher Stimmenmehrheit der erschienenen Vorstandsmitglieder. Dem betroffenen Mitglied ist vor der Entscheidung rechtliches Gehör zu gewähren. Gegen die Entscheidung ist die Anrufung in der nächsten Mitgliederversammlung möglich. Eine Vertretung durch berufliche Rechtsvertreter im Verfahren beim Vorstand oder der Mitgliederversammlung sind unstatthaft. Einen Antrag des Mitgliedes an die ordentlichen Gerichte, um Nachprüfung und Aufhebung des Beschusses, ist nicht möglich. Die Anrufung des Ehrenrates ist möglich, er kann aber lediglich eine nicht bindende Empfehlung geben.

Mit Austritt oder Ausschluss erlöschen alle Ämter und Rechte im Verein, insbesondere das Recht zur Ausübung der Angelfischerei in den Vereinsgewässern und zur Benutzung der Vereinseinrichtungen. Geleistete Beiträge werden nicht zurückerstattet, Vereinspapiere sind ohne Vergütung zurückzugeben. Es besteht keinerlei Anspruch auf Vereinsvermögen.

§ 7  Maßnahmen  gegen Mitglieder

Anstatt auf Ausschluss kann der Vorstand in weniger schweren Fällen erkennen auf

  1. Verwarnung oder Verweis mit oder ohne Auflagen (z.B. Ersatzleistungen)
  2. zeitweilige Entziehung der Angelerlaubnis oder Vereinsrechte
  3. Geldbußen von 10 bis 100 €
  4. mehrere der vorstehenden Möglichkeiten nebeneinander.

Dem betroffenen Mitglied ist vorher rechtliches Gehör zu geben. Die Anrufung des Ehrenrates ist möglich, er kann aber lediglich eine nicht bindende Empfehlung geben.

§ 8  Rechte und Pflichten der Mitgliedern

Die Mitglieder sind berechtigt,

  1. die vereinseigenen und vom Verein gepachteten Gewässer waidgerecht zu beangeln,
  2. die Veranstaltungen des Vereins zu besuchen und an öffentlichen Vorstandssitzungen teilzunehmen,
  3. Beratung, Unterstützung und Schutz durch den Verein in allen Fragen der Fischerei in in Anspruch zu nehmen.

Die Mitglieder sind verpflichtet,

  1. die Angelfischerei nur im Rahmen der gesetzlichen Vorschriften und der festgelegten Bedingungen auszuüben (z. B. Gewässerstatuten), sowie auf deren Befolgung auch bei anderen Mitgliedern und Gästen zu achten,
  2. Zweck und Aufgaben des Vereins zu erfüllen und zu fördern,
  3. Uferschäden zu vermeiden, vorgefundene Schäden – Wasserverschmutzungen, Fischsterben usw. den Behörden und dem Vorstand zu melden,
  4. sich den Aufsichtspersonen und Fischereiaufsehern auf Verlangen auszuweisen und deren Anordnungen zu befolgen,
  5. die fälligen Mitgliedsbeiträge pünktlich zu zahlen und beschlossene Verpflichtungen zu leisten.
  6. Jedes Mitglied ist verpflichtet, sich an notwendigen Pflegearbeiten zu beteiligen. Die Heranziehung hierzu obliegt dem Vorstand.

Die Rechte der Mitglieder ruhen, solange fällige Beiträge oder sonstige Verpflichtungen nicht erfüllt worden sind.

§ 9  Organe des Vereins

Organe des Vereins sind:

  1. Der Vorstand
  2. Die Mitgliederversammlung
  3. Der Ehrenrat (3-5 Mitglieder werden von der Mitgliederversammlung gewählt und dürfen kein Vorstandsmandat innehaben).
§ 10  Der Vorstand

Der Vorstand besteht aus

  1. dem Vorsitzenden, seinem Stellvertreter, einem Schriftführer undeinem Schatzmeister. Vorstand im Sinne des § 26 BGB sind der Vorsitzende und sein Stellvertreter. Jeder von beiden hat Einzelvertretungsbefugnis; die des stellvertretenden Vorsitzenden wird jedoch im Innenverhältnis auf den Fall der Verhinderung des Vorsitzenden begrenzt.
  2. dem Jugendwart (es können Stellvertreter gewählt werden)
  3. dem Sportwart (es können Stellvertreter gewählt werden)
  4. dem Gewässerwart, der zugleich Obmann der Fischereiaufseher ist
  5. dem stellvertretenden Gewässerwart

Der Vorstand entscheidet über alle Angelegenheiten des Vereins, soweit nicht nach der Satzung oder zwingenden gesetzlichen Bestimmungen dies anderen Organen vorbehalten bleibt.
Der Vorsitzende koordiniert und überwacht die Geschäftsführung der übrigen Vorstandmitglieder. Er vertritt den Verein gerichtlich und außergerichtlich in allen Rechtsgeschäften und Handlungen, die der Zweck des Vereins erfordert. Alle  Vorstandsmitglieder sind verpflichtet, bei der Erledigung von Vereinsobliegenheiten mitzuwirken.
Die Mitglieder des Vorstandes werden durch die Mitgliedsversammlung auf die Dauer von2 Jahren gewählt. Sie bleiben bis zur nächsten gültigen Wahl im Amt.
Scheidet ein Vorstandsmitglied innerhalb der Wahlperiode aus, so kann der Vorstand bis zu einer auf der nächsten Mitgliederversammlung zu treffenden Entscheidung, eine andere Person kommissarisch als Vorstandsmitglied berufen.
Die Sitzungen des Vorstandes werden durch den Vorsitzenden, bei seiner Verhinderung durch den stellvertretenden Vorsitzenden einberufen. Der Vorstand ist beschlussfähig, wenn mindestens 50% der Vorstandmitglieder und einer der Vorsitzenden anwesend ist.

§ 11  Die Mitgliederversammlung

Die Mitgliederversammlungen haben die Aufgabe, durch Aussprachen und Beschlüsse auf dem Wege der Abstimmung, die maßgeblichen, der Zielsetzung des Vereins dienlichen Entscheidungen herbeizuführen. Alle Versammlungen werden vom Vorsitzenden, bei dessen Verhinderung von dessen Stellvertreter, nach parlamentarischen Grundsätzen geleitet. Alle Beschlüsse werden mit Stimmenmehrheit gefasst. Bei Stimmengleichheit gilt der Antrag als abgelehnt. An das Ergebnis der Abstimmung ist der Vorstand bei der Durchführung seiner Aufgaben gebunden. Jede ordnungsgemäß einberufene Mitgliederversammlung ist beschlussfähig, ohne Rücksicht auf die Zahl der Erschienenen.

§ 12  Die Jahreshauptversammlung
  1. In jedem Kalenderjahr muss in den ersten 3 Monaten eine Mitgliederversammlung stattfinden. Sie wird vom Vorsitzenden mit einer Frist von 4 Wochen einberufen. Die Einladung muss die Tagesordnung enthalten. Sie kann schriftlich erfolgen, über die örtliche Presse bekanntgegeben werden.
  1. Die Jahreshauptversammlung hat die Aufgabe:
    a.  die Berichte der Vorstandsmitglieder sowie der Kassenprüfer entgegenzunehmen,
    b.  die Entlastung des Vorstandes zu beschließen,
    c.  Wahl des Vorstandes und der Kassenprüfer,
    d. Genehmigung des Haushaltsvorschlages, Festsetzung von Beiträgen und sonstigen Verpflichtungen der Mitglieder,
    e.  Entscheidung über Anträge des Vorstandes oder der Mitglieder,
    f.   Satzungsänderungen.
  1. Anträge von Mitgliedern müssen berücksichtigt werden, wenn sie mindestens 2  Wochen vor der Versammlung schriftlich beim Vorstand eingegangen sind.
  1. Der Vorstand muss eine Mitgliederversammlung innerhalb von 2 Monaten einberufen, wenn 1/3 aller stimmberechtigten Mitglieder die Einberufung schriftlich unter Angabe von Gründen fordert.
  1. Über alle Versammlungen sind Protokolle anzufertigen, die mindestens alle Anträge, Beschlüsse und Wahlergebnisse beinhalten. Sie sind vom Versammlungsleiter und dem Schriftführer zu unterzeichnen und zu verwahren.
§ 13  Die Kassenprüfer

Die Mitgliederversammlung wählt für die Dauer von jeweils 2 Jahren jeweils 2 Kassenprüfer. Diese dürfen kein Amt im Verein bekleiden. Ihre Aufgabe ist es, die Buchführung und die Kasse des Vereins zu prüfen. Dies kann während des Jahres durch Stichproben erfolgen und muss nach Abschluss des Geschäftsjahres eingehend erfolgen. Das Ergebnis der Prüfung der Bücher, Belege und des Jahresabschlusses ist dem Vorstand vorzulegen und auf der Mitgliederversammlung bekannt zu geben. Die Kassenprüfer empfehlen der Mitgliederversammlung die Entlastung bzw. Nichtentlastung des Kassierers und des Vorstandes zur Abstimmung.

§ 14  Auflösung des Vereins
  1. Der Verein kann nur durch den Beschluss einer zu diesem Zweck einberufenen außerordentlichen Mitgliederversammlung aufgelöst werden.  Es muss eine Mehrheit von 2/3 der erschienenen stimmberechtigten Mitglieder für die Auflösung stimmen.
  1. Bei Auflösung des Vereins oder bei Wegfall steuerbegünstigter Zwecke fällt das Vermögen des Vereins an die Stadt Sprockhövel, die es unmittelbar und ausschließlich für gemeinnützige, mildtätige oder kirchliche Zwecke zu verwenden hat.
§ 15 Änderungen

Der Vorsitzende des Vereins ist ermächtigt, etwaige zur Genehmigung der Satzung und zur Eintragung des Vereins erforderliche formelle Änderungen und Ergänzungen der Satzung vorzunehmen.

Diese Satzung tritt durch Mitgliederbeschluss vom 20.1.2018 in Kraft.